Eurotrial 2014 Lietavska Lucka / Slovakei

In einer Gruppe von 4 Fahrzeugen starteten wir Samstag, den 26. Juli in Richtung Slovakei. Nach einem Stopp in Wien, selbstverständlich mit einem Besuch der Stadt und dem Prater fuhren wir am Montag weiter Richtung Lietavska.

Inzwischen bestand unser Konvoi aus 8 Fahrzeuggespannen, 6 aus der Schweiz und zwei weiteren aus Deutschland, welche wir in Wien getroffen hatten. Gegen 15.00 Uhr kamen wir im Fahrerlager an und begannen uns gemütlich einzurichten, soweit dies in diesem Schlamm möglich war! Nach und nach trafen unser Teammitglieder ein und unser Schweizer Camp begann sich zu füllen.

Mittwoch hatten wir alle Fahrer vor Ort und ich konnte unser Team anmelden. Gegen 15.00 Uhr war der Mechaniker Platz bezugsbereit und unsere Werkstatt wurde eingerichtet. Wir waren das erste Team im Mechaniker Camp und da dieses nicht nach Nationen eingeteilt war, konnten wir uns den besten Platz, mit direktem Stromanschluss und Blick auf die Sektionen ergattern.

Donnerstag hiess es wieder einmal mehr: Technische Abnahme. Nach einer längeren Wartezeit kamen wir kurz vor 13.00 Uhr an die Reihe für die Abnahme. Mehr oder weniger bestanden unsere Fahrzeuge die technische Kontrolle . Natürlich gab es hie und da Beanstandungen, welche aber ohne weiteres vor Ort behoben werden konnten.

Freitag: Heute hatten wir die Gelegenheit, die Sektionen zu begutachten und eine Probesektion zu fahren. Sam Gähwiler nutze diese Möglichkeit um seinen Umbau zu testen und musste anschliessend direkt zurück zu unserem Mechaniker Camp um einiges zu verstärken. Um 14.00 Uhr war die Fahrerparade angesagt. Bei strahlend schönem Wetter konnten die Fahrzeuge mit Fahnen geschmückt und bereit gestellt werden. Zeitgleich mit dem Start der Fahrerparade begann auch der Regen, nicht nur Regen sondern Sintflutartige Niederschläge! Ihr könnt euch selber ausmalen wie wir nach einer Stunde ausgesehen haben!!!!! Fahreressen und Welcome - Drink fand am Freitag Abend statt.

Samstag: Um 8.00 Uhr konnten die ersten Sektionen gefahren werden. Halter Peter und ich hatten einen fantastischen Start: schon in der erste Sektion nach dem ersten Tor hingen wir Kopfüber in den Gurten!!! Leider waren wir nicht die einzigen an diesem Samstag, welche die Welt von unten anschauen wollten, denn auch Sam Gähwiler hatte so seine Probleme, seinen Jeep auf den Rädern zu halten. Unsere armen Mechaniker: Oesch Andy, Merz Martin und Michael Motti hatten alle Hände voll zu tun. Kaum war ein Fahrzeug repariert, kam auch schon der nächste! Da die Sektionen sehr steinig und hart gesteckt waren, litt auch unser Material dementsprechend! Hossli Roland musste einen Achskopf ersetzen, da er jedoch keinen Ersatz dabei hatte, suchte ich bei anderen Nationen nach passendem Ersatz und wurde im Deutschen Lager fündig. Er konnte die letzten zwei Sektionen noch fahren und hatte in der letzten Sektion des Tages schon das nächste Malheur, seine ganze Vorderachse war abgerissen, was natürlich auch Federaufhängung und Bremse in Mitleidenschaft gezogen hatte. Erst wollte er aufladen und aufgeben, doch ein paar Leute des Schweizer Teams boten sich an mitzuhelfen, um das Fahrzeug wieder Startklar zu machen. Wieder hiess es Ersatzteile suchen und dieses mal wurden wir im Lager der Engländer fündig, welche passende Airshocker anbieten konnten. Nachts um 22.00 Uhr war auch Rolands Jeep wieder einsatzfähig!

Sonntag: Wieder waren die Sektionen um 8.00 Uhr zum Start bereit, jedoch drängte sich niemand wirklich vor, um als erster zu starten, denn man hatte die Sektionen neu gestaltet und es war nicht wirklich einfacher geworden! Auch heute gab es wieder viele Überschläge und noch mehr Schäden! Halter Urs musste nach 2 heftigen Überschlägen aufgeben. Bühler Patrick hatte ebenfalls einen Schaden der nicht repariert werden konnte. Ein weiterer war Feuerstein Cornelius, er musste aufgeben weil seine Bremsen nicht funktionierten. Zum Glück hatten wir nicht nur negative Szenen vor Ort, denn einer unserer jüngsten Fahrer, Michi Lauber, zeigte uns was es heisst, sein Fahrzeug zu beherrschen. Mit seinem Landrover, schaffte er es beinahe aufs Podest! Hut ab mit so einem grossen Fahrzeug in diesen engen Sektionen!

Rangverkündigung:

Zwar konnten wir dieses Jahr nicht mit einem Podest Platz brillieren, jedoch hatten wir ein paar gute Resultate zu verzeichnen:

Original Plattner Hans 5. Platz

Standard Lauber Oliver 11. Platz

Modified Lauber Michi 5. Platz

Promodified Hossli Roland 16. Platz

Proto Halter Peter 10. Platz

Ich möchte mich bei allen Teammitgliedern, Mechanikern, Fotografen und natürlich auch bei unseren mitgereisten Fans ganz herzlich bedanken

Euer FSG Präsi & Teamleader
Hossli Pia